Fliesen in Gärten und auf Terrassen richtig verlegen
Für Stilenthusiasten und Gartenfreunde ist die Gestaltung der äußeren Umgebung – zum Beispiel mit hochwertigen Feinsteinzeugfliesen – ebenso reizvoll und wichtig wie das häusliche Einrichtungskonzept. Auch inneres und äußeres Ambiente im modernen Eigenheim eine sich ergänzende Beziehung ein – oder sie gehen sogar nahtlos ineinander über. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Verlegen von Fliesen auf der Terrasse oder im Vorgarten achten sollten. 

Die Erweiterung des Wohnraums nach außen ist ein klares Merkmal der klassischen Architekturmoderne. Je fließender der Übergang zwischen dem wohnlichen Innenbereich und beispielsweise der Terrasse gelingt, um so angenehmer für den Wohnwert. Am gelungensten realisiert man die wohnliche „Extension“ mit hochwertigen und hochästhetischen Designfliesen, die sich sowohl für den Innen- als auch für den Outdoor-Bereich eignen. Ideal sind trendige Naturstein-Beton- oder Zementoptiken, die sowohl dem Wohnraum als auch Terrasse und Vorgarten ein konzeptionell durchdachtes Aussehen verleihen.<

Ihr Wohnraum im Freien – so erreichen Sie die perfekte Erweiterung nach außen

Stimmen Sie die Gestaltung ihrer Terrasse, Ihres Atriums oder Innenhofs auf Ihr Inneneinrichtungskonzept ab. Moderne Trend- und Designfliesen für den sachlichen Look gibt es heute in Fliesenstärken bis zu 20 mm, sodass sie sich hervorragend für eine Verlegung im äußeren Bereich des Hauses eignen. Belastbare Outdoor-Fliesen bringen innenarchitektonisches Flair auch in den zum Haus gehörenden Außenbereich. Insbesondere zu den warmen Jahreszeiten entsteht dann ein unvergleichliches Wohngefühl, das sich buchstäblich nach außen öffnet.

Terrassenfliesen verlegen – aber richtig!

Nur ein fachgerechter Aufbau garantiert eine architektonisch perfekte Optik und das hiermit verbundene Wohlbefinden. Neben einer Bauanleitung und allgemeinem Basiswissen benötigen Sie zum Verlegen von Feinsteinzeugfliesen auf Ihrer Terrasse professionelles Werkzeug und einem Qualitätsfliesenkleber.

Aber bitte nichts überstürzen! Bevor Sie beginnen, sollten Sie den Untergrund hinsichtlich einiger wichtiger Kriterien prüfen. So sollte der Boden fest und tragfähig sein, und Sie müssen sicherstellen, dass er bei Unwetter unterspült werden und sich im schlimmsten absenken kann. Um Schäden zu vermeiden, die fast immer durch Wasser entstehen, empfiehlt sich das Legen einer Drainage (auch: Dränage oder Dränung). Darunter werden technische Maßnahmen verstanden, die Vernässungen entgegenwirken. Wasser wird erfasst und zielgerichtet abgeleitet.

Mit Drainage-Maßnahmen eindringendem Wasser vorbeugen

Drainagesysteme sorgen für eine schnelle Entwässerung. Sie schützen Fliesenbeläge auf Balkonen und Terrassen vor eindringender Nässe und verhindern Ausblühungen, Frostschäden oder gar das Absenken einzelner Fliesen oder Fliesenelemente. Entsprechende Systeme haben sich dort als erfolgreich erwiesen, wo eine „hohlraumfreie Einbettung der Fliesen ins Kleberbett“ nach der Norm DIN 18157 nicht realisierbar ist. Und das ist fast überall! Denn Wasser kann über die Fugen oder aus dem Untergrund eindringen, und es können sich jederzeit Wasserlinsen bilden.

Fliesen verlegen auf Drainagematten

Kernelement eines Entwässerungssystems sind Drainagematten, die Stauwasser und damit spannungsbedingten Risse vorbeugen. Die mit einem Spezialvlies kaschierten Matten bestehen aus hochwertigen Kunststofffolien, die eine druckstabile Noppenstruktur oder ein Gittergewebe aufweisen und die Drainkanäle an der Unterseite bilden. Da eine solche Struktur ein vollflächiges Anheben des Belags um einige Millimeter bewirkt, kann das Stau- und Sickerwasser den entsprechenden Abflusskanälen zugeleitet werden. Dabei verhindert der kapillarpassive Aufbau den Rückstrom von Wasser in den Verlegemörtel, mit dem die Fliesen auf die verlegten Matten geklebt werden.

Fragen Sie den Profi!

Bei lose verlegten Außenbelägen können Drainagesysteme das sogenannte Stelzlager oder andere Aufständerungssysteme ersetzen, was eine deutlich verbesserte Wasserableitung zur Folge hat. Wichtig ist in dem Fall, dass der Untergrund ein 1,5- bis 2-prozentiges Gefälle aufweisen muss.

Keramik-Terrassenelemente – die Alternative zur Drainage

Eine Drainageverlegung mag für den Nicht-Fliesenleger aufwendig erscheinen. Eine Alternative bietet die Spaltplattenindustrie mit ihren sogenannten „Keramik-Terrassenelementen“. Bei ihnen handelt es sich um mindestens zwei Zentimeter dicke, hohle und stranggezogene Keramikplatten, die sich für eine lose Verlegung auf Balkonen und Terrassen eignen. Die Verlegung erfolgt entweder im Splittbett, auf Mörtelsäckchen oder Stelzlagern, die der Baufachhandel in verschiedenen Variationen vorhält. Aktuell werden Keramikelemente bis zum Format von 40 x 80 Zentimeter angeboten. Die Fuge bleibt hier stets offen.

All in One – Fliese und Drainage in einem System

Aber es geht noch komfortabler: So bieten einzelne Hersteller inzwischen einfache Hybrid-Lösungen, die am Ende Fliese und Drainage in Einem bedeuten. Bei dem patentierten Trägersystem „Terrassone“ (Schäfers) wird eine Splittschicht mit Kunstharz fest an der Rückseite einer beliebigen Fliese fixiert. Das dabei entstehende drei Zentimeter starke Element aus Fliese und Drainageträger verkeilt sich so gut im ausgebrachten Splittbett, dass die Fläche später problemlos verfugt werden kann. Zwar findet auch hier keine perfekte Flankenhaftung statt. Doch der Fugenmörtel dringt weit bis zur Splitt-Trägerschicht vor, wo er gute Haftungsbedingungen vorfindet. Der Hersteller empfiehlt, diesen Prozess durch ein Nachverdichten des Fugenmörtels nochmals zu verstärken.

Abschließend möchten wir wasserableitende Systems mit einem Drainestrich nicht verschweigen, die sogar mit nur zwei Zentimetern Aufbauhöhe auskommen und in der Anwendung noch einfacher sind. Wenden Sie sich bezüglich einer sicheren und komfortablen Fliesenverlegung in Außenbereichen vertrauensvoll an den beratenden Fliesenhandel.

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